Vereinschronik

erstellt zum 110 jährigen Gründungsfest 2001

1891 Gründung

In die Gründerzeit der Gebirgstrachtvereine, die 1883 in Bayrischzell seinen Anfang nahm, folgte die Aufforderung des Rosenheimer Trachtenvorstandes Alois Bach an Gleichgesinnte in Endorf, einen Trachtenverein zu gründen. So kam es dass 12 Männer unter Anführung von Johann Deyerl, Josef Hamberger und Heinrich Eck am 1. November 1891 den Gebirgstracht-Erhaltungsverein „Edelweiß“ gründeten und in der ersten Versammlung  am 13.11.1891  der Ausschuss gewählt wurde.

Als erste Tat musste das Schuahplattln erlernt werden, zu dem sich der Rosenheim Bruderverein zur Verfügung stellte und schon im Dezember die ersten Proben begannen.

Einwandfreier Leumund und gutes Benehmen waren Voraussetzung um im Trachtenverein mitwirken zu können; so vermeldete ein Eintrag  im Protokollbuch vom 13.November 1892 den Ausschluss eines Mitgliedes „wegen ungebührlichen Benehmen und durch üble Nachrede an den 1. Vorstand  Johann Deyerl und durch Schimpfworte an den 1. Vorplattler Josef  Hamberger“. Das Ergebnis des Ausschlusses wurde mit 27 schwarzen und 3 weißen Kugeln ermittelt.

1892 Erstes Preisplattln

Beim Gründungsfest in Traunstein am 21.8.1892 erhielt Vorplattler Josef Hamberger den 4. Preis und am 11. September 1892 beim Volksfest in Rosenheim den 7. Preis. Eduard Krönlichst erhielt beim Gründungsfest am 6.7.1893 in Reichenhall den 2. Preis, den 3. Preis errang Michael Steigenberger.

1893

Zum ersten Vereinsball am 15.Jänner 1893 besuchte neben dem Rosenheimer Trachtenverein auch der 1 Gauvorstand Franz Xaver Huber den ersten Vereinsball in Endorf.

In der ersten „ordentlichen Generalversammlung“ standen unter u.a. der Rechenschaftsbericht und der Kassenbericht auf der Tagesordnung, wobei hier Einnahmen in Höhe von 428,74 Mark und Ausgaben über 403,65 Mark, sowie Vereinsinventar in Höhe von 89,10 Mark festgestellt wurde.

Zum 1. Vorstand wurde Johann Deyerl, zum 2. Vorstand Markus Alt und zum Schriftführer Jakob Breitung gewählt. Kassier Simon Holzner, Vorplattler Isidor Pletschacher, Garderobier Heinrich Mayer, Inventaristen Johann Wörndl und Simon Freiberger. Ersatzmänner: Josef Obermaier und Georg Röthlein. Der Verein zählte 60 Mitglieder.

Am 8.7.1893 war der Verein zum „Journalisten und Schriftstellerkongress“ in München eingeladen:„... und wurden mit Musik vom Zentralbahnhof zum Löwenbräukeller begleitet, in welcher der Frühschoppen stattfand. Dann zog sich der Zug zur Residenz, wo sämtliche Vereine vor seiner kgl. Hoheit dem Prinzregenten den Nationaltanz aufführten, wodurch sie heftigen Beifall fanden“

Standartenübergabe

Mit der Standartenübergabe am 10.9.1893 durch die Festjungfrau Maria Hamberger erlebten die Endorfer Trachtler ihren ersten Höhepunkt in dem noch jungen Vereinsleben. Der Feierlichkeit wohnten die Vereine Reichenhall, Traunstein, Ruhpolding, Rosenheim I, Rosenheim II, Miesbach, Gmund, Feilnbach, Aibling und Stephanskirchen, sowie Gauvorstand Franz Xaver Huber bei. Ein Huldigungstelegramm an den Prinzregenten wurde wie folgt beantwortet:

„Herr Deyerl, Vorstand des Oberbayerischen Gebirgstrachtenvereins Endorf ! Seine kgl. Hoheit, der Prinzregent lassen den Teilnehmern gestriger Standartenübergabe für die dargebrachte Ovation huldvollst danken, Im allerhöchsten Auftrage, Freiherr von Zoller, Generalmayor-Generaladjutant.

1894

Der Verein zählte 85 Mitglieder

Enthüllungen

„Am 15. August beteiligte sich der Verein mit 8 Mann und Standarte an der Luitpoldbrunnenenthüllung in Traunstein, wo unsere Standarte mit einem schönen Band geschmückt wurde“

„am 26. August erhielten wir eine  Einladung zur Enthüllung des Monuments seiner Majestät König Ludwig II, welches in Murnau errichtet wurde und waren mit 5 Mann und Standarte vertreten“

Oktoberfestzug

„Am 26. September beteiligte sich der Verein mit 36 Mann und Standarte am Oktoberfestzug in München. Bei der Huldigung, welche seiner kgl. Hoheit dem Prinzregenten Luitpold dargebracht wurde, überreichte Fräulein Johanna Dingler seiner kgl. Hoheit einen schönen Kranz und erhielt zum Andenken eine sehr schöne Brosche. Auch wurde den Teilnehmern 160 Mark Reisegeldentschädigung gezahlt.“

Das 4. Gaufest

Am 1. Juli 1894, 10 Monate nach der Standartenübergabe, feierte der Gauverband sein 4. Gaufest in Endorf. Bei schönstem Wetter beteiligten sich die Vereine Aibling, Feilnbach, Partenkirchen, Murnau, Ruhpolding, Traunstein, Rosenheim I, Staudach, Neubeuern und Stephanskirchen. In der Gauversammlung wurde beschlossen, das nächste Gaufest in Neubeuern abzuhalten.

1895

Schon bald entdeckten die Endorfer Trachtenmitglieder ihre Liebe zum Theaterspiel und es gab keine Feierlichkeit, die nicht mit Einaktern -meist humorvoller Art- bereichert wurde. Aufgeführt wurden dabei u.a. „Der Kindliche Vater“, „Staberl im Verhör“, „Staberl als Wunderdoktor“ oder „Der Rekrut vom Krähwinkel“ der „Hollerdauer Schimmel“, der „Dorfbader“  und „Da Gmoadepp und das Selbstmörderpaar“, um nur einige zu nennen. Bis in die 50iger Jahre pflegte man das Laienspiel, das heute bei der traditionsreichen Theatergesellschaft Bad Endorf seine Heimat gefunden hat.

1900 / 1902

Einige Sätze aus dem Protokollbuch:

„Am 8. Juli 1900 war der Verein mit 12 Personen am Gaufest in München beteiligt... am Abend fuhren wir wieder unter Musik und Gesang der lieben Heimat zu, wo wir noch in einigen Gasthäusern...  gemütliche Stunden verlebten.“

„Am 25. August machte der Verein einen Ausflug nach Seeon... wir waren dort bis spät abends und unterhielten uns recht gut durch Plattln, Gsang und komischen Aufführungen“

Am 8. April 1901 machte der Verein einen Ausflug nach Hirnsberg... Wir waren sehr zünftig, tanzten und plattelten sehr viel, es wurde auch schön gesungen und der Herr Schifflechner gab uns ein Faß Bier gratis. Um halbacht kamen wir in Ströbing an, wo wir uns noch einige Humpen gut munden ließen, dann traten wir den Heimweg an“

„Am 27. Oktober 1901 gingen 32 Mitglieder nach Hartmannsberg... wir haben sehr viel getanzt, geplattelt und gesungen. Abends gingen wir zum Heuberger wo sich unser Kassier mit der schönen Kellnerin Cillie auf Beste unterhielt. Auch wir waren sehr lustig. Abends gingen wir zum Herrn Müller um noch einige Liter hinter die Binde zu schütten.“

Fest 1906

Vereinsbericht vom 2.6.1906:

„Aus Anlass unseres hochgeborenen Herrn Protektor Freiherr von Cramer-Klett, erblicher Reichsrat der Krone Bayerns, beteiligte sich unser Verein mit Standarte und 3 Personen am Nürnberger Volkstrachtenfest.  Wir fuhren Samstag Früh 7 Uhr mit dem Zuge 806 von Endorf nach München, wo sämtliche Vereine sich sammelten, und von da aus mit Extrazug nach Nürnberg fuhren. Wir wurden höflichst empfangen und zum festlich dekorierten Festsaal geführt. . Sonntag früh war Festzug zur Kirchenparade... Nachmittags bewegte sich der Festzug durch die Hauptstraßen Nürnbergs, wobei uns von allen Seiten  der Bürgerschaft die herrlichsten Blumenspenden und Ovationen entgegengebracht wurden. 

19.8.06 Trachtenfest in Endorf:

„...fand das Trachtenfest verbunden mit Preisplattln statt. Das Fest verlief in folgender Weise: Vormittag Empfang der ankommenden Vereine und Festgäste, Frühschoppen im Vereinslokal Gasthaus zum Mehri-Wirt...Mittagstisch nach Belieben. Mittags Delegiertenversammlung, Verlosung der einzelnen Preisplattler, Wahl des Preiskomitees. Nachmittags Festzug .... der bewegte sich durch das Sanatorium, Hauptstraße zum Festplatz in der herrlich gelegenen Unionsbrauerei Depotausschank Gasthaus zum Allgöwer. Festprolog der Jungfrauen, Festrede des Herrn Gauvorstandes Huber. Festkonzert verbunden mit Aufführung der Ehrenmitglieder der anwesenden Vereine. Einzelnplattln GTEV Endorf, Fortsetzung Gruppenplattler der anwesenden Vereine. Abends 5 Uhr Preisverteilung.

1908

Inventarverzeichnis 1908:

1.   Standarte mit Futteral:                                300 Mark

2.   Tragriemen mit Schraube                               4 Mark

3.   Humpen                                                           7 Mark

4.   Pallotage mit 64 Kugeln                                   1 Mark

5.   Ständer zum Zopftanz mit Bänder                 10 Mark

6.   3 Stück kurze Hosen                                      27 Mark

7.   8 Stück kleine Photographie Rahmen             4 Mark 80

8.   4 Stück mittlere Photographie Rähmen           6 Mark

9.   5 Stück große Photographie Rahmen            22 Mark

10.  2 Schulbänke                                                   3 Mark

11. 10 Trinksprüche                                                3 Mark

12. 5 Dekorationsbilder -Schnaderhüpfl-                4 Mark

13. Ein Stammbuch                                                2 Mark

14. Ein Kassabuch                                                  2 Mark

15. Ein Mitgliederverzeichnis                                  1 Mark

16. Ein Gummistempel mit Etui                              5 Mark

17. Diverse Drucksachen                                     10 Mark

18. 1 Stück Vormerktafel                                        1 Mark 20

19. Eine Kuhglocke                                                 1 Mark

1909 Fahnenweihe 

Die Vereinsstandarte tat 16 Jahre ihre Dienste. Sie sollte durch eine richtige Fahne ersetzt werden. Man beauftragte die Firma Karl Stempflinger in Rosenheim, diese Fahne anzufertigen.

Die Kirche stand damals überall im Lande den Trachtlern wegen deren kurzen Hosen nicht gerade wohlwollend gegenüber, und so kam es, dass auch in Endorf das Pfarramt die Weihe der neu angefertigten Fahne verweigerte. Vorstand Michael Huber fuhr daraufhin am 1. und 2. Mai nach Oberhausen bei Augsburg, um vom dortigen Pfarramt das Weihesiegel zu erhalten. Natürlich sollte dieses Ereignis auch in Endorf gefeiert werden, und Dank des persönlichen Einsatzes von Gauvorstand Huber war Kirchenzug und Festgottesdienst durch Pater Surbert -Bonifaz München- am 23. Mai des gleichen Jahres möglich geworden. Als Patenverein stellte sich „Edelweiß“ Hohenaschau (jetzt Niederaschau) zur Verfügung. Die Fahne trägt die Inschrift „Oberbayer. Gebirgstracht Erhaltungs u. K.U. Verein“  Die Abkürzung K.U. steht für Krankenunterstützung, womit der soziale Einsatz gegenüber den Mitgliedern bekundet ist. Die Rückseite der Fahne ziert -nach mündlichen Überlieferungen- eine besondere Kostbarkeit: das Königswappen mit goldbestickten Löwen, übernommen aus der Gründerstandarte von 1893. Noch im gleichen Jahr zeigte der Endorfer Pfarrer Einsicht, und mit seiner Einladung zu den beiden Fronleichnamsprozessionen in Antwort und Endorf war eine gute Grundlage für zukünftige gute Beziehung zwischen Kirche und Trachtenverein geschaffen.

„Herr 1. Vorstand fuhr am 1. Mai 1909 nach Augsburg ab, gelangte um 1 Uhr dort an, wurde von 2 Mitgliedern empfangen und ins Vereinslokal geleitet. Abends wurde ein Vereinsabend veranstaltet zu Ehren des Herrn Vorstands. Sonntag den 2 Mai 1909 früh 6 Uhr wurde zur Pfarrkirche nach Oberhausen marschiert und dort der neuen Fahne die kirchliche Weihe gespendet. Der Bruderverein Oberhausen vertrat die Patenstelle bei unserer Fahne sowie der Fahne vom Stammverein Rosenheim. Hernach wurde vom kath. Pfarramt Oberhausen schriftliche Bestätigung der Weihe laut pfarramtlichen Siegel ausgestellt“

„Am 16. Mai 1909 wurde eine Ausschusssitzung anberaumt...indem der 1. Vorstand beauftragt wurde im Pfarramt Endorf um einen Festgottesdienst um 10 Uhr bei der am 23. Mai stattfindenden Fahnenweihe zu bitten, welche ihm gänzlich abgelehnt wurde. Auf Antrag der Ausschussmitglieder wurde beschlossen durch Expesitusbrief  Herrn geistlichen Vorstand Huber zu rufen, welcher am 18. Mai persönlich in Endorf eintraf und instandsetzte dass Kirchenzug und Festmesse stattfinden kann.“

„Samstag 22. Mai 1909. Abends 9 Uhr musikalischer Zapfenstreich ausgeführt von der Vereinsmusikkapelle mit Fackelzug und Kanonendonner. Empfang der ankommenden Gäste  und Rückzug ins Vereinslokal mit musikalischer Unterhaltung. Sonntag 23. Mai 1909, früh 5 Uhr musikalischer Weckruf ausgeführt von der Priener Musikkapelle mit 12 Mann, mit Kanonendonner.

6 Uhr Empfang der ankommenden Vereine am Bahnhof mit Musik. 9 Uhr Aufstellung am Vereinslokal, Empfang des Patenvereins „Edelweiß“ Hohenaschau mit uniformierter Musikkapelle des Herrn Reichsrat. ......Abmarsch zur Kirche mit  2 Musikkorps wobei 5 Lokalvereine, 3 Krankenunterstützungsvereine und 46 Brudervereine teilnahmen. 10 Uhr 30 Festmesse abgehalten von Herrn Pater Surbert St. Bonifaz München.....Festreden...Übergabe der Fahne  durch die Fahnenbraut A. Anzinger...Festprolog vorgetragen von Frl. Therese Rötlein zur Ehrung des Herrn Reichsrats als Protektor des Gauverbandes. Prolog vorgetragen von Frl. M. Gruber zu Ehren der Fahnenherbergsmutter Frau Merih Endorf.“ 

Aus der Berichterstattung im Rosenheimer Anzeiger vom 25.5.1909:

„Die meisterhaft gehaltene Festansprache des Gauvorstandes Herrn Huber über die Bedeutung der Fahne und die Eintracht des Vereins schloss mit einem Hoch auf den hohen Protektor des Vereins Se. klg. Hoh. den Prinzregenten, sowie dem hohen Gönner und Beschirmer des Gauverbandes, Freiherrn v. Cramer-Klett in Hohenaschau. Nachmittags entwickelte sich bei Tanz und Plattln in den hergestellten Tribünen reges Leben, sodass es eine helle Freude war, diesem jungen lebenslustigen Volke zuzusehen.

... die Einwohner von Endorf hielten treu zur Sache, der Empfang war überaus herzlich, die Dekorierung und Beflaggung der Häuser ließ nichts zu wünschen übrig. Bei dem Feste vertreten waren folgende Vereine: Hohenaschau, Höslwang, Prien-Krankenunter-stützungsverein, Obing, Jung-Prien, Nußdorf, Oberhausen bei Augsburg, Rosenheim Stammverein, Fürstett Verein Edelweiß, Truchtlaching, Ziegelberg, Wildenwart, Feldwies, Breitbrunn, Siegsdorf, Bad Tölz, Wendelstein, Riedering, Staudach, Heufeld, Teisendorf, Kiefersfelden, Au bei Aibling, Bergen, Surthal, Waging, Innzell, Prien Gebirgsverein, Ruhpolding, Bruckmühl I, Kolbermoor  Verein Immergrün,  Bernau, Prutting, Salzburg-Gaisberg, Bruckmühl Stammverein, Degerndorf, Samerberg, Söllhuben, Elbach, Blaufeld, Reit im Winkel, Salzburg Alpina, Flintsbach, Die Grüabinga von Wildenwart, Traunstein, Almenrausch Augsburg, Unterwessen, Laufen und Schellenberg.“  

1914 und die Kriegsjahre

„Als uns die Pflicht rufte unter die Fahne zu treten war der Verein zu gering und so klein, dass es nicht mehr möglich war eine Versammlung abzuhalten, es war auch nicht mehr möglich den Ausgaben nachzukommen. Unser verehrtes Ausschussmitglied Sebastian Bartl übernahm die Leitung unter der Mitwirkung des Vereinsmitgliedes und Herbergsvaters Herrn Merih. Herr Merih legte für den Verein die Haftpflichtversicherung aus, Herr Bartl führte die noch bestehende Kasse.....bei der Abrechnung ließ Herr Merih privat ein schönes Scherflein in die Vereinskasse fließen. Herzlichen Dank dafür, Gsund samma“

Der damalige Schriftführer Michael Huber konnte die Protokollbücher während der Kriegsjahre weiterführen; einige Auszüge:

1914: „...wurde beschlossen zum Gaufest nach Bad Aibling zahlreich und mit Vereinskapelle zu fahren.

...Es ist der unselige Krieg über Deutschland ausgebrochen und in Schnelligkeit musste der größte Teil unseres Vereins fort. Sie fuhren aber nicht ins Gaufest nach Aibling...anstatt der kurzen Hosen wurden sie mit Waffen ausgerüstet... es sah bald traurig aus im Vereinslokal, denn Jung und Alt musste fort.“

1915: „Im März kam die große Trauerkunde, dass unser 1. Vorplattler Herr Sebastian Eder, Schusterbauernsohn von Hemberg am 12. März gefallen sei. Schade für sein junges Leben.“

1916: „Kaum war die Trauerkunde des Sebastian Eder richtig vernommen, so kam schon wieder unser eifriges Vereinsmitglied Lorenz Heinrichs sei vermisst und konstatiert, dass er am 12.3.1915 bei einem Sturmangriff in Frankreich den Heldentod gefallen sei.

...hatten wir im November 1916 die dritte Trauerkunde zu verzeichnen. Unser allgeliebtes Vereinsmitglied Josef Reinthaler, Schneiderbauernsohn in Kurf, Gefr. der 2. Landwehr-pionierkompanie, Inhaber des Eisernen Kreuzes zweiter Klasse, sei am 11. Juni gefallen...einen vierter Fall: Herr Johann Weichselbaumer, Soldat beim 17. Reserve-Infanterie-Regiment in Folge eines Granatschußes am 25. Juli den Heldentod gefallen...die fünfte Trauerkunde: Ausschussmitglied Josef Berger, Simonbauernsohn von Anzing, Soldat beim 19. Reserve-Infanterie-Regiment ist am 11. Nov. den Heldentod gefallen, für seine Tapferkeit wurde er mit dem Eisernen Kreuz zweiter Klasse ausgezeichnet. Wo es galt seinen Mann zu stellen, sei es  bei Festlichkeiten, bei Paraden, bei Versammlungen, war er dabei. An Gemütlichkeit ließ er es nie fehlen.  

1919: „Als der Waffenstillstand angekündigt wurde, und wir wieder zurückkehrten in unsere Heimat, da nahm 1. Vorstand Georg Linner die Leitung des Vereins wieder in die Hand. Er arrangierte, dass beim Kriegereinzug unsere Fahne bei der Festlichkeit beteiligt war. Er veranstaltete auch gleich wieder Vereinsversammlungen wo sich mehrere Burschen aufnehmen ließen.“

Unmittelbar nach dem 1. Weltkrieg gab es erste Bestrebungen zur Gründung eines Chiemgau-Verbandes. Auf Einladung des Trachtenvereins „Trauntaler“ Traunstein fuhren zwei Endorfer Vereinsmitglieder zu einer Delegiertenversammlung nach Traunstein, wo über diese Angelegenheit abgestimmt werden sollte.

„...Gründung eines Chiemgauverbandes  wofür unsere Delegierten dagegen stimmten. Sie gaben Ihre Stimmen für den Gauverband I ab. Es wurde darauf beschlossen am Ostermontag 1919 im steirischen Gasthaus eine Versammlung abzuhalten und durch Mehrheit abzustimmen“... sandte der Trachtenverein Endorf zwei Leute nach Prien zur genannten Versammlung. ... am Anfang ging es etwas kritisch zu. Die Vereine jedoch einigten sich schnell, dass der Gauverband I fortbestehen soll. Die Gründung des Chiemgauverbandes wurde zur Seite gelegt...“

1920

„Am 18. April 1920 um 8 Uhr eröffnete der Vorstand den Vereinsball. Als Ballkönigin wählte er Frau Weißenbacher. Nicht weniger als 150 Paare (!!!) stellten sich zur Polonaise auf, So viele Gäste hat der Verein seit seines Bestehens noch nie gezählt...“

„Am Kirchweihmontag hielt der Verein seinen zweiten Festball ab...Herr Linner wählte Fräulein Maria Reisinger als Ballkönigin. Nicht weniger als 100 Paare stellten sich zur Polonaise auf.“

1923 Patenübernahmen

„Am 15. April 1923 erging an uns die Einladung mit der Bitte die Patenstelle zu übernehmen zu der am 29. April stattfindenden Fahnenweihe in Halfing. Wir ließen es uns nicht nehmen und waren sogleich bereit ihnen aus dieser Not zu helfen...“ „Infolge Einladung  fuhren wir am 22. Juli 1923 mit Festwagen und zwei anderen nach Hirnsberg. Wir hatten 10 Mann Bernauer Musikkapelle bei uns... Schon lange vorher hatten sie (die Hirnsberger) die Bitte an uns gerichtet ob wir nicht an Stelle des Patenvereins sein möchten...“

1925 Gaufest

Zum 2. Mal rüstete sich Verein und Ort für das Gaufest und empfing am 1. und 2. August 1925 93 Gebirgstracht-Erhaltungsvereine mit insgesamt 1700 Festteilnehmern. Der Ablauf wird wie folgt beschrieben: „Bereits am Samstagnachmittag um 3 und 4 Uhr ziehen die ersten Gäste unter klingendem Spiel der Musikkapelle Linnhuber durch den Ort zum Moserwirt, wo um 5 Uhr abends 193 Delegierte sich in einer Versammlung über die wichtigen Fragen des Vereins- und Trachtenwesens berieten. Anschließend folgte dann im Theaterhaus der Festabend. ...ein buntes und farbenprächtiges Bild bot sich dem Zuschauer in einem lebendigen Bild...im Vordergrund die Gründer und der Gauausschuss.

Den Höhepunkt des Abends bildete der von der Endorfer Theatergesellschaft inszenierte  Vierakter „Die Wildkatz vom Hollergrund“ mit ernsten und heiteren Szenen.

Am Festsonntag zogen 91 Vereine mit 9 Musikkapellen um Dreiviertelzehn zum Feldaltar beim Anwesen des damaligen Bürgermeisters Kriechbaum, um der von H.H. Dekan Rappolder zelebrierten Messe beizuwohnen. Rappolder wies auf die Bedeutung der Gebirgstrachtvereine hin, mit der Mahnung an das Volk sich nicht dem „Tyrann Mode“ zu unterwerfen. Die Gebirgstrachtvereine müssen es auf die Fahne geschriebene Ehrenpflicht betrachten, dafür zu sorgen, dass keine Ausartungen der Mode im Volk Platz greifen .Nach der Ansprache des Gauvorstandes Bacher sollte der Festzug stattfinden, der allerdings wegen allzu schlechtem Wetter abgesagt werden musste. 

1930 Einheitliche Tracht

Die seit Jahren angestrebte Vereinheitlichung der Tracht gelang zur Trachtenschau 1930 in Rosenheim. In einer Versammlung im Mai 1930 entschied man sich dabei zur Chiemgauer Tracht und zum gelben Loiferl. An der Trachtenschau am 17. August in Rosenheim beteiligte sich der Verein mit 48 Personen an den insgesamt über 4000 teilnehmenden Trachtlern aus 300 Vereinen.

Das  letzte vorhandene Vereinsprotokoll vor dem 2. Weltkrieg wurde am 25. Januar 1938 geschrieben und weist einen Mitgliederstand von 110 Personen auf. Während des Krieges ruhte das Vereinsleben.

1946 Molke Bier

Erster Vereinsbericht nach dem Krieg am 17. März 1946:

„Der Verein raffte sich wieder zusammen und hielt nach langen Kriegsjahren  die erste große Tanzveranstaltung, einen Almtanz mit Saaleröffnung ab. Der Besuch war außer-ordentlich gut, denn der Saal war bis zum letzten Platz gepropft gefüllt... auch die Musik-kapelle Endorf hatte sich wieder zusammengefunden und ließ heitere Tanzmelodien erklingen. ... Die Stimmung war wirklich gut, obwohl ein großer Mangel an Bier vorhanden war. Wenn man bedenkt, mit so wenig Bier, ja sogar Molke Bier > diesem ganz elendem Getränk < da gibt man sich zufrieden und lustig kann man auch noch sein.“

1946 Neuwahlen

Nach 8 Jahren fand wieder eine Generalversammlung mit Neuwahlen im Gasthaus Moser statt: 1. Vorstand: Martin Maier, 2. Vorstand: Thomas Ellmayer, Kassier Anton Obermaier, Schriftführer Sepp Sieferlinger, 1. Vorplattler: Josef  Freiberger, 2. Vorplattler: Josef Pfaller, 1. Fähnrich Kasi Greißl, Kassenrevisor Florian Freiberger.

1948 Jakobi Kirta

Zahlreiche Neuaufnahmen bildeten nach dem Krieg den Grundstock einer raschen Wiederbelebung des Trachtengeschehens in Endorf. Herausragendes Ereignis in dieser kargen Zeit bildete der Jakobi Kirta am 23. Juli 1948. Heute namhafte Sänger und Musikanten, wie die Riederinger Buam, die Aschauer Dirndl, der Roider Jackl und der Ehbauer Miche u.v.a. übermittelten unter der Leitung von Fanderl Wastl im zweimal ausverkauften Theaterhaus neue Lebensfreude.

1953 Erster Maibaum

Mit „Ho Ruck und kräftigen Armen“ wurde am 1. Mai 1953 der erste Maibaum zwischen dem damaligen Vereinslokal Moser und Kirche aufgestellt. Gestiftet wurde der 30 Meter Riese vom Teisenhamer Bauern Schlaipfer und die Figuren und Zunftzeichen sowie der an der Maibaumspitze thronende ,aus Blech getriebene Adler wurden von Sebastian Thalmayer, einem Angehörigen der spendablen Fa. Wiebel, entworfen. Die malerischen Ausführungen entstanden in der Werkstatt des Malermeisters Lex. Seither und bis heute immer noch an gleicher Stelle, verankern die Endorfer Trachtler alle vier Jahre einen neuen Maibaum.

1956 Dirndln als Vereinsmitglieder zugelassen

In der Generalversammlung vom 29.4.1956 wurde beschlossen, auch Frauen als Mitglieder in den Verein aufzunehmen. Bis dahin waren zwar immer schon Trachtendirndln aktiv, aber die Mitgliedschaft wurde ihnen verwehrt.

1960 / 1966 Festlichkeiten

Seit dem letzten Trachtenfest in Endorf sind 35 Jahre verstrichen, und die Vereinsführung unter Vorstand Xaver Reischl entschloss sich, die in den letzten 50 Jahren stark in Mitleidenschaft gezogene Fahne  überarbeiten zu lassen. Im Rahmen des 70. Gründungs-festes (ein Jahr vorgezogen) erhielt sie am 12. Juni 1960 erneut den kirchlichen Segen. Nur Sechs Jahre später erlebten die Endorfer in gebührlicher Weise das 75 jährige Bestehen ihres Trachtenvereins.

1965 Nachwuchssorgen

Seit Jahren plagten den Verein große Nachwuchssorgen. Zu wenig aktive Dirndl und Buam veranlassten die Vereinsführung 1965 zur Gründung einer Jugendgruppe, die sich schnell zu einer schneidigen Plattlergruppe entwickelte. Auf Betreiben von Eduard Oberfuchshuber gelang im gleichen Jahr die Aufstellung einer Kindergruppe, die in den Folgejahren die in ihr gesetzten Erwartungen übertraf.

Abschlußsatz im Vereinsbericht vom damaligen Schriftführer Eduard Schauer am 15.8.65:

„Das erfreulichste Ereignis  dieses Jahres war die Gründung einer Jugendgruppe und wir hoffen, dass sie dem Verein neue Kräfte schenken wolle.“

Neuer Schwung in den Siebziger Jahren

Viele junge  aktive Vereinsmitglieder, nicht wenige davon aus der vor Jahren ins Leben gerufene Kinder- und Jugendgruppe, verleihten dem Verein ab Mitte der Siebziger Jahre neue Kräfte . Ein längst fälliges „Aufbegehren“ führte zu einem, nicht nur von einzelnen  Mitgliedern getragenes, neues Brauchtumsbewußtsein. Dies konnte nur durch große Leistungsbereitschaft begleitet von Erfolgen, sowie der unbandigen Freude an der Sache  gelingen. So wurden wieder Volkstänze abgehalten, junge Musikgruppen bildeten sich und nahmen an Gauliedersingen- und musizieren teil; in unzähligen Plattlerproben, sowohl bei den Erwachsenen als auch im Nachwuchsbereich ,  lernten so viele Buam und Dirndl wie nie zuvor das Plattln, Drahn und die Trachtentänze. Ein weiterer Höhepunkt in dieser Zeit der Sänger- und Musikantenhoagascht, der 1976 von der „Schwarzenstoa-Musi“ gegründet, seit 1979 vom Trachtenverein alljährlich veranstaltet wird und weitum besten Ruf genießt.

1981 Gaufest

Mit dem 91. Gaufest des Gauverbandes I, verbunden mit dem 90. Gründungsfest des Endorfer Trachtenvereins am 1. und 2. August 1981 erlebten ca. 20000 Zuschauer, Bürger und Gäste, das für Endorf bis dahin wohl größte Fest aller Zeiten. 7000 Trachten-kameraden, 33 Musikkapellen sowie 12 Festwägen und Roßgespanne zeigten bei schönstem Wetter wie lebendig und stark die Tracht in der Gegenwart blüht. Der damalige Festleiter Sepp Zangl und Vorstand Konrad Hilzensauer hatten einen „schlagkräftigen“ Festausschuss zusammengestellt um diese große Aufgabe zu bewältigen. Leider verstarb im Januar 1981 der amtierende Gauvorstand Paul Gambs und so wurde die Zusammenarbeit mit Max Reitner als neuen Gauvorstand weitergeführt. Im Geleitwort zur damaligen Festschrift zitiert der Gauvorstand die Worte von Paul Gambs: „ Trachtlerinnen und Trachtler, seid stolz auf unseren Gauverband, seid stolz auf eure schönen Trachten, denn ihr seid Kulturträger unserer schönen Heimat  und Hüter eines heiligen Erbes unserer Väter“

1991 Einhundert Jahre "Edelweiß" und eine neue Fahne

Da die Vereinsfahne nunmehr seit über 80 Jahren in allen weltlichen und kirchlichen Feiern den Verein begleitet hat, sah sich die Vereinsführung veranlasst, eine neue Fahne zu bestellen. Die Firma Jeschke aus Engelsberg erhielt den Auftrag, eine qualitativ hoch-wertige nach ausgesuchten Motiven bestickte Trachtenfahne herzustellen. Die Vorderseite zeigt die Pfarrkirche St. Jakobus, über ihr schwebt der Hl. Jakobus d.Ä. und an den Fahnenecken sind die Filialkirchen der Pfarrei abgebildet. Auf der Rückseite der Fahne stellen ein Trachtenpaar  und das Vereinswappen das Vereinsleben dar.

Da als viertältester Verein im Gauverband I auch das 100 jährige Gründungsfest anstand, beschloss man Gründungsjubiläum und Fahnenweihe am 3. und 4. August 1991  in gebührlicher Weise zu feiern. 57 Brudervereine mit 19 Musikkapellen folgten der Einladung zum Festsonntag und waren Zeuge, als Pfarrer Walter Vothknecht der neuen Fahne den kirchlichen Segen erteilte. Die ersten Fahnenbänder wurden von der Fahnenmutter Maria-Luise Schmid und der Fahnenbraut Luise Böhm an die neue Fahne geheftet. Da am Tag zuvor Regen die vorgesehenen Wiesen für Feldgottesdienst und  Festzugaufstellung zu sehr aufgeweicht hatten, verlegten Festleiter Josef Zangl sen. und Vorstand Konrad Hilzensauer kurzerhand in einer organisatorischen Meisterleistung die Geschehnisse samt Feldaltar  auf einen festen Untergrund im Gewerbegebiet. Mit trockenem Fuße konnten alle Festzugteilnehmer dann die ursprünglich geplante Festzugstrecke durch den Ort bewältigen.

1996 Trachtenbeschreibung

Um dem satzungsgemäßen Auftrag ,die Tracht unverfälscht zu erhalten und an nächste Generationen weiterzugeben, scheute der Verein weder Kosten noch Mühe, dies in einer aufwendig gestalteten Trachtenbeschreibung festzuhalten. So wurden in dem Heft für Vereinsmitglieder  „Unser Trachtengwand in Wort und Bild“ schriftliche Erläuterungen und Erklärungen über Entwicklungen der Tracht im Allgemeinen, aber insbesondere in der Vereinstracht niedergeschrieben. Farbige Fotografien mit Einzelbeschreibungen der Trachtenteile und deren Beschaffenheit  stellen für die nächste Zeit  die Grundlage jeden Vereinsmitgliedes für seine Chiemgauer Tracht dar. Das Heft beginnt mit einem Zitat von Annette Thoma: „Tracht muss ein wesentlicher Bestandteil des Menschen sein, seines Werk- und Feiertags. Ist es nur gelegentliche Vereinsangelegenheit dann fehlt die Seele“.

1998 Neue Maibaumfiguren

Die seit 1953 verwendeten und immer wieder renovierten Maibaumfiguren wurden 1998 durch neue ersetzt. Die dabei angefertigten  Zunftzeichen , die Kirche und die Schule wurden komplett nach den bisherigen Vorlagen  übernommen, neu sind hingegen die Trachtendarstellungen Trachtenpaar, Tanzpaar und die Musikanten nach Entwürfen von Sepp Hölzl jun. Die Säge- und Schnitzarbeiten besorgten Adalbert Hartmannsgruber, Hans Mayer, Sepp Hofmeyer und Franz Anzinger. Den richtigen Anstrich verpasste Vorstand Erwin Freese persönlich. Da die Figuren auch neue Halterungen erforderten, tüftelten Sepp Hackl sen. und  Sepp Astner jun. sowie Peter Hölzl  neue und wetterfeste Verankerungen aus, die dem Maibaum einen schönen Gesamtanblick verleihen. Der „neue“ Maibaum lässt durchaus den Vergleich mit den Inhalten gegenwärtiger Trachtenbestrebungen zu: Das Bewährte so zu erhalten, dass  verantwortungsvolle Entwicklungen  im Einklang mit  qualitätsbewusster Leistungsbereitschaft, zu noch besseren Ergebnissen führen.

2001 

Der Gebirgstracht-Erhaltungsverein „Edelweiß“ Endorf e.V. zählt gegenwärtig über 430 Mitglieder, er ist und bleibt der Tradition verpflichtet. In der 1990 aus den alten Statuten überarbeiteten Satzung ist dies unumstößlich festgehalten: „Zweck des Vereins ist die Erhaltung, Pflege und Förderung der bodenständigen Tracht, Brauchtum, Schuhplattler, Volkstanz, Volksmusik, Blasmusik, Laienspiel und der heimischen Mundart“. Die Satzung bestätigt den Gründergedanken von 1891 und sichert gleichzeitig den Sinn künftiger Ent-scheidungen ab. Die Endorfer Trachtenkameraden stehen treu zu ihrem Gauverband und die alljährliche Trachtenwallfahrt nach Maria Eck bekundet die Verbindung unseres christlichen Glaubens mit Inhalten des Trachtenwesens. Ziel unserer Arbeit ist die lebendige Tracht, damit dies erhalten bleibt geben wir Erbe und Auftrag unserer Trachtenpioniere unverfälscht an unsere Jugend weiter. Dabei ist es erforderlich, künftige Entwicklungen auf den richtigen Weg zu setzen und die erworbenen Kenntnisse einer breiten Öffentlichkeit anzubieten. Wir Endorfer sehen mit großer Zuversicht in die Zukunft, zumal bisher aufgetretene Unzulänglichkeiten und Schwierigkeiten bewältigt werden konnten oder als „Zeiterscheinung“ sich selbst auflösten. Dennoch muss man den Anforderungen, die gesteckten Ziele zu erreichen, höchste Aufmerksamkeit schenken. Angesichts dessen, dass wir erst  am Anfang der globalen Informationsgesellschaft  und einer internationalen Angleichung der menschlichen Wertevorstellungen  stehen, müssen die Überlieferungen unserer guten Bräuche und Lebensweisen verstärkt der Jugend angeboten, und durch Leistungsnachweise begründet werden . Möge der Besuch unserer vielen Brudervereine zum 111. Gaufest des Gauverbandes I am 14. und 15. Juli 2001 dazu beitragen.

 

 

 

GTEV "Edelweiß" Endorf e.V.

gegründet 1891